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PRIX EUROPA 2007

Deutsche Produktionen mit drei Preisen erfolgreich

Filmpreise

Samstag - 20. Oktober 2007 - 19:53

Heute ging mit einer glanzvollen Abschlussgala in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom die ereignisreiche, intensive Festivalwoche des größten europäischen Medienwettbewerbs für Fernseh-, Radio- und Internetproduktionen PRIX EUROPA 2007 zu Ende. Über 1.000 Medienmacher aus ganz Europa waren nach Berlin gereist, um die besten Produktionen des Jahres zu wählen. 13 Sieger wurden mit der begehrten Stiertrophäe des PRIX EUROPA und einem Preisgeld von je 6.000 Euro ausgezeichnet.

Die Preisgala wurde von Sabrina Staubitz moderiert. Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments und Schirmherr des PRIX EUROPA 2007, war persönlich angereist und übergab den Preis in der Kategorie TV Fiction an Regisseur Hartmut Schoen für die deutsche Produktion „Die Mauer - Berlin ’61“. Weitere Laudatoren waren u.a. der österreichische Schauspieler Harald Krassnitzer, die finnische Schauspielerin Kati Outinen, Hörspielmacher und Theaterprovokateur Christoph Schlingensief, der deutsch-türkische Popstar Muhabbet für den Preis in der multikulturellen TV-Kategorie IRIS, der Leiter des ZDF-Studio Brüssel Udo van Kampen, Journalist Dieter Kronzucker und der Filmproduzent Nico Hofmann.

Mit 671 Bewerbungen aus 36 Ländern verzeichnete der PRIX EUROPA 2007 einen Einreichungsrekord. 255 Beiträge waren für den Wettbewerb mit neun Fernseh-, Radio- und Internetkategorien nominiert. Eine Woche lang sichteten, hörten, diskutierten und bewerteten Medienschaffende aus ganz Europa die Nominierungen.

Nun stehen die Sieger fest: mehrfach preisgekrönt wurden Produktionen aus Großbritannien (4 Preise) und Deutschland (3 Preise). Je ein Preis ging an Belgien, Dänemark, Frankreich, Irland, Polen und Portugal. Mit Lobenden Erwähnungen wurden Produktionen aus Dänemark, Deutschland, Frankreich (2), Großbritannien (2), Russland und Schweden (2) ausgezeichnet.

Die Preisträger 2007

Fernsehkategorien

TV Fiction, PRIX EUROPA – Fernsehprogramm des Jahres 2007
Die Mauer - Berlin ’61 – Deutschland

TV Fiction, PRIX EUROPA SPEZIAL – Mehrteiler und Serien
Prime Suspect VII: The Final Act - Großbritannien
Stifter und Schirmherr: YLE Finnish Broadcasting

TV Documentary: PRIX EUROPA Fernsehprogramm des Jahres 2007
Rain in my Heart – Großbritannien

TV Documentary: PRIX EUROPA SPEZIAL
A Lesson of Belarusian / Lecka Bialoruskiego – Polen
Stifter und Schirmherr: Europarat, Kongress der Gemeinden und Regionen Europas

TV Current Affairs: PRIX EUROPA Fernsehprogramm des Jahres 2007
Der Tag als Theo van Gogh ermordet wurde - Deutschland
Stifter und Schirmherr: Direktion Kommunikation des Europarates

TV PRIX EUROPA IRIS Multikulturelles Fernsehprogramm des Jahres 2007
0032 “Gorcha” - Belgien
Stifter und Schirmherr: Nederlandse Programma Stichting - NPS

PRIX GENÈVE –EUROPE – Bestes Fiction-Drehbuch
Harkis - Frankreich
Stifter: European Alliance for Television and Culture (EATC)

PRIX EUROPA SPOT „I am Europe“
Equally different / Igualmente Diferentes - Portugal
Stifter und Schirmherr: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland

Die Preise in den Hörfunk-Kategorien

Hörspiel: PRIX EUROPA Bestes europäisches Hörspiel 2007
Santo Subito - Gedächtnisprotokoll eines Auftritts des Schauspielers Roberto Benigni vor der Seligsprechungskommission im Vatikan vom Oktober 2005 - Deutschland

Hörspiel: PRIX EUROPA RADIO FRANCE
Mayday – Irland

Radio Feature: PRIX EUROPA Bestes europäisches Feature 2007
The Love Police / Kærlighedspolitiet – Dänemark

Radio Feature: PRIX EUROPA RADIO ÖSTERREICH 1
Don’t hang up 2. Nightlines – Großbritannien

Preis in der Internet-Kategorie

PRIX EUROPA EXPLORATION
Climate Change Experiment, http://www.bbc.co.uk/sn/climateexperiment
Großbritannien


PRIX EUROPA 2007

Verbindung traditioneller und neuer Medien
Einmal im Jahr ist der PRIX EUROPA Marktplatz und Forum für Ideen und Trends der europäischen Medienszene. Als „Frischzellenkur für unsere Arbeit“ bezeichnete die Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg Dagmar Reim den Wettbewerb. Wieder einmal zeigte sich die Effektivität und Intensität der trimedial angelegten Festivalkonzeption. Spiel- und Dokumentarfilme, Hintergrund-TV-Programme, multikulturelle Sendungen, Drehbücher, Ein-Minuten-Spots, Hörspiele, Radiofeature und Internetportale wurden zwar in eigenen Kategorien diskutiert und bewertet. Doch die zahlreichen Sonderveranstaltungen außerhalb der Jurysitzungen brachten die Macher der unterschiedlichen Medien miteinander ins Gespräch, z.B. im Workshop „360° Media Production Management” mit einem der Cross Media Pioniere, Ad van der Ree aus den Niederlanden.

Das Festival gibt Initialzündungen in die europäische Medienszene hinein, hat in diesem Jahr gemeinsam mit der Europäischen Rundfunk Union zum dritten Mal den Radio Day of European Cultures organisiert. Am Sonntag, den 14. Oktober, widmeten über 40 Rundfunkstationen aus 30 europäischen Ländern ihr Programm der Vielfalt der europäischen Kulturen. Im Radio Day - Weblog „I am Europe“ kommunizierten Blogger aus vielen europäischen Ländern und fingen persönliche Auffassungen, Gedanken, Kritik und Anregungen aus Europa ein: http://radiodayweb.eu/blog.html.

Erstmals Online-Voting der Spots
Erstmals konnte jeder europaweit am Wettbewerb teilnehmen, denn 30 Wettbewerbsfilme der Nachwuchskategorie PRIX EUROPA SPOT konnten im Internet aufgerufen werden. Der Sieger wurde per Online-Voting bestimmt. Insgesamt 3532 Stimmen wurden abgegeben. Unter www.rbb-online.de/prixeuropa sind die Ein-Minuten-Spots noch bis Mitte November zu sehen – einschließlich des portugiesischen Gewinners „Igualmente Diferentes - Equally different“ von Carlos Gomes.

Eine weitere erfolgreiche Nachwuchsinitiative des PRIX EUROPA 2007 war die Schülerredaktion der Festivalzeitung PRIX EUROPA DAILY NEWS. 15 Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren berichteten in der Festivalwoche täglich vom Wettbewerbsgeschehen.

Hohe Programmqualität aus Deutschland
Auffällig im Wettbewerb 2007 war die hohe Qualität der deutschen Beiträge, die sich mit drei Auszeichnungen bei der Preisverleihung bestätigte. Von den 255 Nominierungen kamen 56 Sendungen bzw. Internetportale aus Deutschland, was für eine ausgesprochen lebendige Medienlandschaft spricht. Neue Formate und Ideen, wichtige Themen und vor allem exzellentes Handwerk zeichneten die Beiträge aus.

„Die deutsche Produktionslandschaft für Fernsehen, Radio und die Neuen Medien ist einzigartig in Europa, kein Land bietet bessere Verbreitungsplattformen. Die Investionsbereitschaft in große Projekte, der wieder erwachte Mut auch zur langen Form, hohe Professionalität sowie wachsende Kooperationbereitschaft haben ‚Made in Germany’ zu einem definitiven Gütezeichen in der Medienwelt gemacht“, so Susanne Hoffmann, Festivalleiterin des PRIX EUROPA.

Erstmals viele öffentliche Veranstaltungen
Unter dem Motto „Europa in Berlin“ bot der PRIX EUROPA 2007 zum ersten Mal dem Berliner und Brandenburger Publikum die Gelegenheit teilzunehmen. Dafür öffnete der Wettbewerb in einer Reihe von Sonderveranstaltungen seine Türen. Dazu gehörten das ausverkaufte Eröffnungskonzert im Großen Sendesaal mit Muhabbet & The Capital Dance Orchestra, der Tag der Offenen Tür mit Europäischem Krimi-Marathon und die Vorführung von Wettbewerbsfilmen in Berliner und Posdamer Kinos.

Bei allen Festival-Kino-Vorstellungen waren Regisseure und Schauspieler anwesend und stellten sich den Publikumsfragen. Regisseur Jan Bonny und Schauspielerin Victoria Trauttmansdorff reisten extra nach Berlin, um bei der PRIX EUROPA Festival-Kinovorführung ihres Films „Gegenüber“ dabei zu sein. Die polnische Regisseurin Maria Zmarz-Koczanowicz stellte dem deutschen Publikum ihren Dokumentarfilm „Still alive - A Film about Krzysztof Kieslowski“ vor, der mit Szenen aus seinen Filmen, Fotos und Interviews ein sensibles Porträt des großen Regisseurs zeichnet.

PRIX EUROPA - Preisgelder
Der PRIX EUROPA vergab bei der großen Abschlussgala Preisgelder im Gesamtwert von 78.000 Euro. Damit gehört der Wettbewerb zu den am höchsten dotierten Festivals der europäischen Rundfunklandschaft. Bei kaum einem anderen europäischen Medienfestival können Medienmacher so viel Geld gewinnen. Und was noch wichtiger ist: mit dem PRIX EUROPA ausgezeichnete Produktionen werden überdurchschnittlich oft in andere Länder verkauft.

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